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Montag, 31. August 2015

Doch Gegenleistung für Forderungsverzicht Laurèl geht auf Bondgläubiger zu Von Jakob Eich Nach harscher Kritik am Restrukturierungsplan geht die gestrauchelte Modekette Laurèl auf die Anleihegläubiger zu, um die dringend nötige Entlastung bei den Zinskosten nicht zu gefährden. Doch die Zugeständnisse liegen erst weit in der Zukunft.

Doch Gegenleistung für Forderungsverzicht

Laurèl geht auf Bondgläubiger zu

Nach harscher Kritik am Restrukturierungsplan geht die gestrauchelte Modekette Laurèl auf die Anleihegläubiger zu, um die dringend nötige Entlastung bei den Zinskosten nicht zu gefährden. Doch die Zugeständnisse liegen erst weit in der Zukunft.
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Das Laurél-Management will nun offenbar doch auf die Bondgläubiger der Modekette zugehen.
Ingram Publishing/Thinkstock/Getty Images
Das Laurél-Management will nun offenbar doch auf die Bondgläubiger der Modekette zugehen.
Das durch die Russlandkrise in finanzielle Not geratene Modehaus Laurèl geht offenbar auf die Gläubiger seiner 20 Millionen Euro schweren Mittelstandsanleihe zu. So erklärte Dirk Reichert, Geschäftsführer des Unternehmens, nach der heutigen ersten Gläubigerversammlung, Laurèl könne sich vorstellen, den Investoren zusätzliche Sicherheiten zu gewähren. Reichert stellt auch Bonuszahlungen in Aussicht, um die Gläubiger für den in diesem Jahr drohenden Zinsverzicht  zu entschädigen. Die in der Höhe nicht näher spezifizierten Zusatzzahlungen sollen aber erst ab November 2018 greifen.

„Die Sanierung ist alternativlos. Gleichzeitig wollen wir uns den Vorstellungen der Investoren nicht verschließen“, begründete Reichert die Annäherung an die Gläubiger. Laurèl hat laut eigenen Aussagen in Russland alleine im Wholesale-Geschäft in den vergangenen zwei Jahren rund 3 Millionen Euro Rohertrag pro Jahr verloren und kann deshalb die Finanzlast aus der Bondfinanzierung eigenen Angaben zufolge nicht mehr stemmen.

Laurèl: Bonuszahlungen für Gläubiger ab 2018?

Mitte August hatte das Modehaus bekanntgeben müssen, dass die Russlandkrise eine Restrukturierung der mit 7,125 Prozent verzinsten Anleihe notwendig machen würde. Laurèl schlug zunächst eine Verlängerung der Laufzeit des Papiers um drei Jahre vor, außerdem sollen die Gläubiger auf die diesjährige Zinszahlung verzichten und anschließend geringere Zinsen erhalten als ursprünglich vereinbart. Neben der Bondrestrukturierung sucht Laurèl auch nach Investoren, die das Eigenkapital der Bayern stärken könnten.

Die Restrukturierungspläne des Modehauses waren jedoch sofort auf Widerstand getroffen.Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), die Deutsche Investoren Union sowie das Beratungshaus One Square Advisory bemängelten, dass die Gläubiger ohne Kompensationsleistung Zugeständnisse machen sollten.

Jetzt sieht das Laurèl-Management offenbar ein, dass auch die Eigentümer ihren Teil zur Gesundung des Unternehmens beitragen müssen. Zu dieser Sicht sei Laurèl durch Gespräche mit Christian Gloeckner gelangt, der als gemeinsamer Vertreter für die Anleihegläubiger kandidiert. Gloeckner hat genaue Vorstellungen, wie die Kompensation aussehen könnte: Ab November 2018 sollen die Bondholder 50 Prozent von Laurèl Vorsteuergewinn als nachträglichen Bonus für den Zinsverzicht erhalten. Zudem  soll die Zinszahlung bis 2020 auf 8 Prozent ansteigen und weiterhin die Bonuszahlung beinhalten.

Laurèl-Gläubigerversammlung ohne Ergebnis

Laurèls Gläubigerversammlung selbst blieb ohne Ergebnis, die für eine Beschlussfähigkeit notwendige Präsenz von 50 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen wurde nicht erreicht. Laurél lädt nun voraussichtlich bis spätestens Ende Oktober zu einer zweiten Versammlung ein. Dort würden dann bereits 25 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen genügen, um eine Entscheidung über die Restrukturierung zu fällen. Bis dahin dürfte auch der für September erwartete Jahresabschluss 2014/15 vorliegen.

Die Anleihe von Laurèl hat in den vergangenen Wochen stark eingebüßt. Sie war von knapp unter 35 Prozent im Juni auf zwischenzeitlich 15 Prozent gefallen. Derzeit notiert das Papier bei 20 Prozent.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

Nachdem nun auch die Verkaufspreise aus Liechtenstein und singapur eingegangen sind wird die abrechnung genaueer....jetzt fehlt nur noch Raiffeisen mit 2 Bonds (die eakten Daten)

Nachdem nun auch die Verkaufspreise aus Liechtenstein und singapur eingegangen sind wird die abrechnung genaueer....jetzt fehlt nur noch Raiffeisen mit 2 Bonds (die eakten Daten)




von meinem "Mann" bei GV-Laurel

Lieber Rolf,

Anwesenheit 3,9 Mio= 19,5%
OSA vertritt ca 1,5 Mio
Glöckner/Lang ca 1Mio

Gruß


kein ausreichendes Quorum

Dienstag, 25. August 2015

Laurèl Wenig Stoff

LaurèlWenig Stoff

 

Warten auf ein neues Kleid: Einst prominente deutsche Labels wie Laurèl oder Strenesse müssen inzwischen hart kämpfen. 

(Foto:Jörg Buschmann)
Schon wieder steckt ein deutsches Modelabel in Schwierigkeiten. Laurèl bittet Gläubiger um Geduld.
Von Elisabeth Dostert
Wie viel am Namen dran ist, wird sich zeigen. 2009 kaufte der Finanzinvestor Endurance Capital vom insolventen Escada-Konzern Marken und operatives Geschäft der Tochter Primera. Mit im Portfolio steckte Laurèl2012 lagerte Endurance die Marke in eine eigene Gesellschaft um. Sie braucht jetzt besonders viel Geduld und Ausdauer, wenn sie überleben soll. Laurèl macht Verlust und kann seine im November 2012 aufgelegte Anleihe - Volumen 20 Millionen Euro, Laufzeit fünf Jahre, Kupon 7,125 Prozent - nicht mehr bedienen. Der Kurs ist auf etwas mehr als 16 Prozent eingebrochen.
Für den 31. August hat Laurèl nun zu einer Gläubigerversammlung nach Aschheim eingeladen. Die Geldgeber sollen einer Verlängerung der Laufzeit und einer niedrigeren Verzinsung zustimmen.
Laurèl ist nicht der erste Emittent einer Mittelstandsanleihe, der in Schwierigkeiten steckt. Die Liste der Firmen, die ihre Anleihe im schlimmsten Fall in die Insolvenz trieb, ist lang: Schneekoppe ging es so, inzwischen hat der Naturkosthändler das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung allerdings erfolgreich beendet. Das operative Geschäft des Suppenherstellers Zamek ging im Winter 2014 an den Finanzinvestor Dricon. "Per se ist an Anleihen nichts auszusetzen", sagt Christian Gerloff, Insolvenzverwalter der Modeunternehmen Edob (der früheren Escada AG) und Rena Lange. "Wenn Emittenten schon vorher angeschlagen sind, ist eine Anleihe selten der richtige Ausweg."
Etwa Rena Lange: Im Dezember 2013 sammelte die zur Rudigier-Unternehmensgruppe gehörende Rena Lange Holding bei Anlegern 5,4Millionen Euro ein, deutlich weniger als die erhofften bis zu zehn Millionen Euro. Verzinsung nominal acht Prozent, Laufzeit bis Mitte Dezember 2017. Nicht einmal ein Jahr später, im September 2014, mussten Holding und die Tochter M. Lange & Co, bei der das operative Geschäft der Marke Rena Lange lag, Insolvenz anmelden. Das Verfahren der Holding sei noch nicht eröffnet, denn das würde die Suche nach einem Käufer für die nicht insolvente Holding-Tochter St. Emile erschweren, sagt Gerloff. Er bemüht sich weiter um einen Käufer für die Marke Rena Lange. Den Geschäftsbetrieb hat Gerloff eingestellt. Für St. Emile gibt es ihm zufolge drei, vier Interessenten. Viel Hoffnung macht er den Gläubigern nicht. Sie dürften "wenig bis gar nichts von ihrer Investition wiedersehen".
Einen scheinbar fetten Kupon von neun Prozent bot das Familienunternehmen Strenesse aus Nördlingen im März 2013 für die Zeichnung seiner Anleihe im Volumen von zwölf Millionen Euro mit einer Laufzeit von nur einem Jahr. Noch im Mai 2013 bezeichnete Luca Strehle, Enkel des Gründers und damals Vorstandschef, die Emission als Befreiungsschlag. Sie erwies sich als neue Fessel. Schon ein paar Monate nach der Platzierung musste er die Gläubiger um eine Verlängerung der Laufzeit bitten. Im Februar 2014 stimmten sie den neuen Konditionen sogar zu. Auch das half nicht. Im April meldete Strenesse Insolvenz in Eigenverwaltung an, Anfang Juli eröffnete das Amtsgericht Nördlingen das Verfahren. Zum Sachwalter wurde Jörg Nerlich bestellt, als Restrukturierungsvorstand zog Michael Pluta, ebenfalls erfahrener Insolvenzverwalter, ein.
Im Vordergrund der Eigenverwaltung stehe der Erhalt und die Zukunftsausrichtung des Unternehmens und nicht die schnellstmögliche Befriedigung der Gläubiger, sagte Pluta der SZ. Ziel der Restrukturierung sei es, das Unternehmen wieder so attraktiv zu machen, dass bei einem Verkauf auch die Gläubiger mit einer attraktiven Rückzahlung rechnen könnten. Im ersten Sanierungsjahr 2014/15 per Ende Mai habe Strenesse den "Turnaround" geschafft mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
Die Geschäftsführung von Laurèl rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit Erlösen von 40 Millionen Euro und einem Fehlbetrag von 2,1 Millionen Euro - vorausgesetzt, die Anleihegläubiger stimmen den Vorschlägen zu. Laurèl bittet sie um eine Verlängerung der Laufzeit um drei Jahre bis 16. November 2020, die Aussetzung der Zinszahlung für die laufende Periode und die Verringerung der Zinszahlung für die drei folgenden Perioden. Es gibt allerdings schon zwei Gegenanträge - von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) und der auf Restrukturierung spezialisierten Münchner Firma One Square Advisory Services. Letztere argumentiert, dem Vorschlag läge "keine finanzwirtschaftliche und juristische Analyse durch einen unabhängigen Dritten oder einen Vertreter der Anleihegläubiger zu Grund". In weniger Worte gefasst ist der Mitte August verschickte und vom Geschäftsführer Frank Günther unterzeichnete Brief an die Geschäftsleitung von Laurèl ein Bewerbungsschreiben. Darin bietet One Square an, zum gemeinsamen Vertreter der Gläubiger bestellt zu werden. Günther vertritt auch die Anleihegläubiger von Rena Lange und die von Strenesse. Zur Gläubigerversammlung von Laurèl hat sich Günther schon im Bond Magazine geäußert. Die werde "voraussichtlich nicht abstimmungsfähig sein". Dazu müsste die Hälfte der ausstehenden Schuldverschreibungen anwesend sein. Das ist selten der Fall.

Die SdK ist kein Freund von Individualkündigungen.....ich scho.....das zitierte OLG Ffm stammt aus meinem Hause......




Aus Sicht der SdK ist eine Zustimmung zu den geforderten Beschlüssen ohne Details des Sanierungskonzeptes zu kennen und ohne eine entsprechende Kompensationsleistung nicht möglich. Denn eine Zustimmung ist nur dann ratsam, wenn sichergestellt werden kann, dass das Sanierungskonzept auch zu einer Sanierung der Gesellschaft führt, und es somit überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Gesellschaft nach der Laufzeitverlängerung in 2020 in der Lage ist, die Anleihe zurückzuzahlen.

11. August 2015

SdK vertritt Anleiheinhaber der Laurel GmbH


Die Laurel GmbH hat am 11. August  2015 die Inhaber der von der Gesellschaft emittierten Unternehmensanleihe (WKN: A1RE5T) zu einer Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber eingeladen. Die Gläubigerversammlung soll am 31. August in Aschheim bei München stattfinden. Die Anleihegläubiger sollen auf der Versammlung über eine Laufzeitverlängerung der Anleihe um drei Jahre, einer Aussetzung der Zinszahlung für die laufende Zinsperiode und einer Zinsreduktion für die kommenden drei Jahre abstimmen. Ferner soll ein gemeinsamer Vertreter der Anleiheinhaber gewählt werden. Aufgrund der aus Sicht der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. für die Anleiheinhaber zur Abstimmung stehenden einschneidenden Maßnahmen sollten alle betroffenen Anleiheinhaber an der Gläubigerversammlung teilnehmen. Die SdK selbst wird die Stimmrechte Ihrer Mitglieder auf der Gläubigerversammlung vertreten und bietet allen betroffene Gläubigern, die nicht selbst an der Versammlung teilnehmen können, an,  diese auf der Gläubigerversammlung ebenfalls zu vertreten. 

Geschäftsentwicklung bleibt hinter den Erwartungen zurück

Aus Sicht des Unternehmens sei eine Zustimmung der Gläubiger zu den einschneidenden Maßnahmen notwendig, da die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2014/15 hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. So wurde in 2014/15 ein negatives operatives Ergebnis (EBITDA) in Höhe von – 2,0 Mio. Euro erzielt. Das Eigenkapital belief sich zum 30. April 2015 laut Unternehmensangaben auf -0,8 Mio. Euro. Ursächlich hierfür sei vor allem die „Russland-Krise“. Daher sei es  aus Sicht des Unternehmens nun notwendig, dass die Anleiheinhaber u.a. auf die am 16.11.2015 fällige Zinszahlung verzichten. Weitere Details zur Gläubigerversammlung wurden bisher nicht veröffentlicht. 

SdK: Keine Zustimmung ohne Kompensationsleistung

Aus Sicht der SdK ist es zunächst als sehr unglücklich zu bezeichnen, dass die Anleiheinhaber mit der kurzfristigen Einberufung einer Gläubigerversammlung vor bereits vollendete Tatsachen gestellt werden sollen. Wir gehen davon aus, dass die von den Anleihegläubigern geforderten Maßnahmen auf einem bereits erstellen Sanierungskonzept beruhen. Dabei scheinen die Interessen der Anleiheinhaber keinerlei Berücksichtigung gefunden zu haben. Denn während die Anleiheinhaber einer Laufzeitverlängerung und einem Zinsverzicht zustimmen sollen, ist in von Seiten der Gesellschaft bisher kein Wort über eine mögliche Kompensationsleistung zu Gunsten der Anleiheinhaber zu hören.
Aus Sicht der SdK ist eine Zustimmung zu den geforderten Beschlüssen ohne Details des Sanierungskonzeptes zu kennen und ohne eine entsprechende Kompensationsleistung nicht möglich. Denn eine Zustimmung ist nur dann ratsam, wenn sichergestellt werden kann, dass das Sanierungskonzept auch zu einer Sanierung der Gesellschaft führt, und es somit überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Gesellschaft nach der Laufzeitverlängerung in 2020 in der Lage ist, die Anleihe zurückzuzahlen. Ferner müssen die Anleiheinhaber aus Sicht der SdK für den zu Diskussion stehenden Zinsverzicht eine Kompensationsleistung erhalten, zum Beispiel in Form eines Besserungsscheines oder in Form von Unternehmensanteilen.   

Interessensbündelung wichtig

Um die Interessen Anleiheinhaber im laufenden Sanierungsverfahren bestmöglich durchsetzen zu können, rät die SdK den Anleiheinhabern zur Interessensbündelung. Betroffene Anleiheinhaber können sich hierfür  unter http://www.sdk.org/laurel kostenlos registrieren. Die SdK wird alle betroffenen Anleiheinhaber über einen Newsletter über das weitere Vorgehen informieren und diese auch auf der Gläubigerversammlung vertreten.
Mitglieder der SdK können sich mit Fragen gerne per E-Mail unter info@sdk.org oder unter Tel. 089 / 20208460 an die SdK wenden.

München, den 11. August 2015
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Hinweis: Die SdK hält Anleihen Laurel GmbH!



  • KONTAKTDATEN DER SDK:

    Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
    Hackenstr. 7b, 80331 München
    Tel: 089 / 2020846-0
    Fax: 089 / 2020846-10
    E-Mail: info@sdk.org

das markante Gesicht wollte ich euch nicht vorenthalten....